Nächster Meilenstein: EXIST-Forschungstransfer für HerdTek

Ein weiterer Meilenstein für NKTEK: Wir freuen uns sehr, die Zusage für die zweite Förderphase des renommierten Programms EXIST Forschungstransfer vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) erhalten zu haben. Diese Unterstützung ist eine wertvolle Bestätigung für unsere bisherige Arbeit und gibt uns den nötigen Rückenwind für die kommenden Schritte. Wir sehen dies als Anerkennung für unser Ziel, mit innovativer Technologie einen echten Mehrwert für die moderne Milchviehhaltung zu schaffen und die Vision einer intelligenten, datengestützten Landwirtschaft in die Realität umzusetzen.

Für uns als junges Technologie-Start-up ist dies mehr als nur eine Finanzierung: es ist das Vertrauen einer wichtigen Institution in das Potenzial unserer Technologie und die Zukunftsfähigkeit unseres Geschäftsmodells.

EXIST Forschungstransfer – Ein starkes Programm für Tech-Gründungen

Das Förderprogramm EXIST Forschungstransfer ist ein zentrales Instrument der deutschen Innovationspolitik. Es hat zum Ziel, die Lücke zwischen exzellenter universitärer Forschung und der erfolgreichen Gründung eines Technologieunternehmens zu schließen. Das Programm stellt hohe Anforderungen nicht nur an die technische Innovation selbst, sondern auch an die Solidität des Geschäftsplans und die Kompetenz des Gründerteams.

Klassischerweise baut die zweite Phase des Programms (Forschungstransfer 2) auf den Ergebnissen der vorangegangenen ersten Förderphase (Forschungstransfer 1) auf. Seit Kurzem gibt es jedoch einen neuen, alternativen Zugangsweg für Teams, die wie NKTEK zuvor ein EXIST Gründungsstipendium durchlaufen und ihr Unternehmen bereits gegründet haben. Die entscheidende Voraussetzung für diesen speziellen Pfad ist, dass die entwickelte Lösung einen existenziellen Bezug zu Künstlicher Intelligenz hat. Das bedeutet, die KI muss eine so fundamentale Rolle im Produkt spielen, dass dieses ohne sie seine angestrebte Kernleistung nicht erbringen könnte.

Wir sind stolz, dass NKTEK genau dieses anspruchsvolle Kriterium erfüllt. Unsere KI ist nicht nur ein Zusatz, sondern das Herzstück unseres HerdTek-Systems. Die Zusage für die Förderung ist daher eine direkte Bestätigung für die technologische Tiefe und Notwendigkeit unseres Ansatzes.

Die Herausforderung: Mehr Effizienz und Tierwohl im modernen Stall

Die Milchviehhaltung steht heute vor komplexen Herausforderungen. Wachsende Herdengrößen machen die Überwachung jedes einzelnen Tieres immer schwieriger. Gleichzeitig steigen der Kostendruck, der Mangel an Fachkräften und die gesellschaftlichen Anforderungen an Tierwohl und Nachhaltigkeit. Die traditionelle Methode der visuellen Kontrolle durch den Landwirt stößt hier an ihre natürlichen Grenzen. Krankheiten werden oft erst erkannt, wenn bereits sichtbare Symptome auftreten. Dies mindert nicht nur die Produktivität der Tiere, sondern kann auch erhebliche Folgekosten durch Produktionsausfälle, Behandlungskosten und Tierverluste verursachen. Allein durch Euterinfektionen entstehen in der Europäischen Union jährlich Schäden in Höhe von über zwei Milliarden Euro.

Unsere Antwort: HerdTek – Wo KI den Unterschied macht

Genau hier setzt HerdTek an. Wir haben ein System entwickelt, das dem Landwirt als wachsamer, digitaler Assistent rund um die Uhr zur Seite steht. Unser robuster Sensor, genannt Tag, am Ohr der Kuh erfasst kontinuierlich und präzise Gesundheits- und Aktivitätsdaten. Das reicht von Parametern wie Bewegungsdaten über Fress- und Wiederkauverhalten bis hin zu Körpertemperatur und anderen Gesundheitsparametern. Zukünftig sollen auch umfassende Daten über den kompletten Tagesablauf und das Sozialverhalten einer Kuh folgen. Unsere Technologie soll aufzeigen, ob der Tagesablauf oder das Sozialverhalten einer Kuh von der Gewohnheit abweicht. Sei es, dass sie weniger oft zum Trinken geht, dafür aber größere Mengen auf einmal zu sich nimmt oder sie sich von ihrer angestammten Herdengruppe isoliert. All das können Anzeichen für beginnende Erkrankungen sein. Die Daten werden anschließend an einer Basisstation im Stall gesammelt und sicher ins Backend übertragen.

Hier kommt unsere selbst entwickelte Künstliche Intelligenz zum Einsatz – das Herzstück von HerdTek. Genau hier liegt der von EXIST gewürdigte, existenzielle Kern unseres Produkts. Die KI analysiert die komplexen Datenmuster jeder einzelnen Kuh und lernt deren individuelles Normalverhalten. Bei signifikanten Abweichungen, die auf Gesundheitsprobleme, eine beginnende Brunst oder eine bevorstehende Abkalbung hindeuten, generiert das System eine Meldung, welche der Landwirt in der eigens dafür konzipierten App einsehen kann. Er bekommt detaillierte Berichte und Handlungsempfehlungen direkt auf sein Smartphone, Tablet oder PC. Ohne die KI-Analyse wären die Rohdaten lediglich eine Ansammlung von Zahlen; erst die KI übersetzt sie in wertvolle, handlungsrelevante Einblicke für den Landwirt. So hilft HerdTek, die Tiergesundheit proaktiv zu managen, die Reproduktionsleistung zu verbessern und die Sicherheit rund um die Geburt zu erhöhen.

Konkrete Schritte: Wie die Förderung den Markteintritt vorantreibt

Die Förderung ermöglicht es uns nun, die entscheidenden nächsten Schritte auf dem Weg zum fertigen Produkt zu gehen. Wir werden die Mittel gezielt einsetzen für:

  • Produktreife und Qualitätssicherung: Wir führen intensive Tests zur Robustheit und Langlebigkeit der Hardware durch und optimieren die Hard- und Software auf Basis des Feedbacks unserer Pilotkunden, um maximale Zuverlässigkeit und Benutzerfreundlichkeit zu gewährleisten
  • Aufbau der Serienproduktion: Wir schaffen die Voraussetzungen, um unsere Tags und Anchor in Stückzahlen produzieren zu können
  • Ausweitung der Praxistests: Wir intensivieren die Zusammenarbeit mit unseren Pilotbetrieben, um HerdTek unter realen Bedingungen weiter zu optimieren
  • Intensivierung des Entwicklungsfortschritts: Wir bauen die notwendigen Strukturen auf und stellen sicher, dass wir unseren zukünftigen Kunden ein ausgereiftes Produkt bieten können

Ein Dank an das starke Netzwerk hinter NKTEK

Dieser Erfolg wäre ohne ein starkes Netzwerk nicht möglich. Wir bedanken uns beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie sowie dem betreuenden Projektträger Jülich (PtJ) für das Vertrauen in unser Vorhaben. Ein ebenso großer Dank gilt unseren Mentoren und Partnern, die unsere Entwicklung von Beginn an begleitet haben. Allen voran ist hier das Digitale Zentrum Schwaben DZ.S zu nennen. Ein besonderer Dank geht auch an die Landwirte unserer Pilotbetriebe, denn ihr Feedback aus der Stallpraxis ist für uns unbezahlbar und hilft uns, eine Lösung zu entwickeln, die auf die Bedürfnisse und Herausforderungen von Milchviehhaltern zugeschnitten ist und wirklich einen Unterschied macht.

Wir arbeiten mit Hochdruck daran, HerdTek für dich verfügbar zu machen. Wenn du mehr über unsere Technologie erfahren oder unsere Reise verfolgen möchtest, folge uns gerne auf LinkedIn. Dort siehst du regelmäßige Updates zu unserer Lösung. Oder kontaktiere uns direkt hier über das Kontaktformular. Wir freuen uns auf den Austausch mit dir – lass uns gemeinsam die Zukunft der Milchviehhaltung gestalten!